Allgemeine Geschäftsbedingungen 


I. Geltungsbereich: 

1.    Anwendbarkeit und Geltungsbereich der allgemeinen Geschäftsbedingungen:


2.     Die nachfolgenden AGB kommen zum Tragen sofern dem Fotografen ein Verbraucher im Sinne von § 1 KSchG als Vertragspartner gegenübersteht. 


3.     Punkt I.1. gilt auch wenn dem Fotografen ein Unternehmer im Sinne von § 1 UGB gegenübersteht. In diesem Fall, bestätigt der Auftraggeber ein Unternehmer im Sinne des § 1  UGB zu sein und ausschließlich im Hinblick auf seine gewerbliche Tätigkeit die Dienste des Fotografens in Anspruch zu nehmen.


4.    Die Lieferungen, Leistungen und Angebote des Auftragnehmers erfolgen ausschließlich aufgrund dieser Geschäftsbedingungen. Diese gelten somit auch für alle künftigen Geschäftsbeziehungen, auch wenn sie nicht nochmals ausdrücklich vereinbart werden. Gegenbestätigungen des Auftraggebers unter Hinweis auf seine Geschäfts- oder Lieferbedingungen wird hiermit widersprochen.



5.    Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein, so berührt dies die Verbindlichkeit der übrigen Bestimmungen der unter ihrer Zugrundelegung geschlossenen Verträge nicht. Eine unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame, die eher ihrem Sinn und Zweck am nächsten kommt, zu ersetzen. 


6.    Angebote des Fotografen sind freibleibend und unverbindlich. 



II. Urheberrechtliche Bestimmungen: 

1.     Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte des Lichtbildherstellers (§§1, 2 Abs. 2, 73ff UrhG) stehen dem Fotografen zu. Nutzungsbewilligungen (Veröffentlichungs- rechte etc.) gelten nur bei ausdrücklicher Vereinbarung als erteilt. Der Vertrags- partner erwirbt in diesem Fall eine einfache (nicht exklusive und nicht ausschließen- de), nicht übertragbare (abtretbare) Nutzungsbewilligung für den ausdrücklich vereinbarten Verwendungszweck und innerhalb der vereinbarten Grenzen (Auflageziffer, zeitliche und örtliche Beschränkung etc.); im Zweifel ist der in der Rechnung bzw. im Lieferschein angeführte Nutzungsumfang maßgebend. Jedenfalls erwirbt der Vertragspartner nur so viele Rechte wie es dem offengelegten Zweck des Vertrags (erteilten Auftrages) entspricht. Mangels anderer Vereinbarung gilt die Nutzungsbewilligung nur für eine einmalige Veröffentlichung (in einer Auflage), nur für das ausdrücklich bezeichnete Medium des Auftraggebers und nicht für Werbezwecke als erteilt. 


2.     Der Vertragspartner ist bei jeder Nutzung (Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung etc.) verpflichtet, die Herstellerbezeichnung (Namensnennung) bzw. den Copyright- vermerk im Sinn des WURA (Welturheberrechtsabkommen) deutlich und gut lesbar (sichtbar), insbesonders nicht gestürzt und in Normallettern, unmittelbar beim Lichtbild und diesem eindeutig zuordenbar anzubringen wie folgt: Foto: © Liliana Sonja Possnig; und, soferne veröffentlicht, Jahreszahl der ersten Veröffentlichung. Jedenfalls gilt diese Bestimmung als Anbringung der Herstellerbezeichnung im Sinn des § 74 Abs 3. UrhG. Ist das Lichtbild auf der Vorderseite (im Bild) signiert, ersetzt die Veröffentlichung dieser Signatur nicht den vorstehend beschriebenen Herstellervermerk. 


3.     Jede Veränderung des Lichtbildes bedarf der schriftlichen Zustimmung des Fotografen. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Änderung nach dem, dem Fotografen be- kannten Vertragszweck erforderlich ist. 


4.     Die Nutzungsbewilligung gilt erst im Fall vollständiger Bezahlung des vereinbarten Aufnahme- und Verwendungshonorars und nur dann als erteilt, wenn eine ordnungsgemäße Herstellerbezeichnung / Namensnennung (Punkt II.2. oben) erfolgt. 



5.     Im Fall einer Veröffentlichung sind zwei kostenlose Belegexemplare zuzusenden. Bei kostspieligen Produkten (Kunstbücher, Videokassetten) reduziert sich die Zahl der Belegexemplare auf ein Stück. Bei Veröffentlichung im Internet ist dem Fotograf die Webadresse mitzuteilen. 


6.Bei Veranstaltungen wie Hochzeiten, Parties, Workshops, Events und Ausstellungen, hat der Auftraggeber die Informationspflicht: Die Gäste der Veranstaltung müssen zuvor über die Anwesenheit des Auftragnehmers Bescheid wissen und mit der Ablichtung, Speicherung, Bearbeitung und Veröffentlichung ihrer Lichtbildateien einverstanden sein.



III. Preisangebote:

1.   Die im Angebot des Auftragnehmers genannten Preise (Packetpreise oder Einzelbeträge) werden jedenfalls als Fixpreise vereinbart, soweit nicht wesentliche Änderungen der Auftragsdaten eintreten. 

2.    

Preise des Auftragnehmers gelten ab Werk. Sie schließen Verpackung, Porto, Versicherung und sonstige Versandkosten ein.

3.    

Aufträge, die vom ursprünglichen Angebot abweichen, werden erst durch eine Bestätigung desAuftragnehmers verbindlich. Einwendungen wegen eines Abweichens des Inhaltes einerAuftragsbestätigung vom Bestellbrief (Angebot) müssen unverzüglich schriftlich erhoben werden. DerInhalt der Auftragsbestätigung (Rechnung) gilt als genehmigt, sollte der Auftragsbestätigung nicht binnen7 Tagen widersprochen werden. Diese Widerspruchsfrist schließt Tage eines Betriebsstillstandes nichtein.

4.    

Generell gelten Preisangebote als unverbindlich, soweit nicht Gegenteiliges ausdrücklich vereinbart wird.

Der Auftraggeber genehmigt, dass eine Erhöhung der, im folgenden bestimmten, 

Kosten (zusätzliche Arbeitszeit am vereinbarten Termin, Druckaufträge bei Drittanbietern, Datenträger, Kosten der Datenübertragung, Aufbereitung und Bearbeitung der Daten/Lichtbildern), nach Abgabe des Preises, aber vor Verrechnung der Lieferung, den Auftragnehmer berechtigt, auch ohne vorhergehende Anzeige der Überschreitung des Kostenvoranschlages, die daraus resultierenden Preiserhöhungen in Rechnung zu stellen.

5.    

Nachträgliche Auftragsänderungen oder Zusatzaufträge können zu angemessenen Preisen in Rechnunggestellt werden.

6.    

Unverarbeitete „roh“ Dateien werden nicht an den Auftraggeber weitergeleitet. Dateien Galerien zur Auswahl werden grundsätzlich gesondert in Rechnung gestellt und sind nicht in den Lieferpreisenenthalten. Das gleiche gilt für alle Sonderwünsche, wie Retusche-Entwürfe und Kollagen-Entwürfe. Auf Wunsch des Auftraggebers angefertigte Entwürfe sind in jedem Fall Eigentum des Auftragnehmers und gehen mit Bezahlung in das Eigentum des Auftraggebers über. Diese werden gesondert berechnet,auch wenn der Auftrag nicht zur Ausführung gelangt.

7.     Alle Material- und sonstigen Kosten (Requisiten, Produkte, Modelle, Reisekosten, Aufenthaltsspesen, Visagisten etc.), auch wenn deren Beschaffung durch den Fotografen erfolgt, sind gesondert zu bezahlen.


8.     Konzeptionelle Leistungen (Beratung, Layout, sonstige grafische Leistungen etc.) sind im Auftragsangebot enthalten. Dasselbe gilt nicht für einen überdurchschnittlichen organisatorischen Aufwand oder einen solchen Besprechungsaufwand. 


9.     Das Netto-Honorar versteht sich zuzüglich Umsatzsteuer in ihrer jeweiligen gesetzlichen Höhe. 


10.  Der Vertragspartner verzichtet auf die Möglichkeit der Aufrechnung. Dies gilt jedoch nicht für den Fall der Zahlungsunfähigkeit des Fotografen sowie für Gegenforderungen, die im rechtlichen Zusammenhang mit den Forderungen des Fotografen stehen, gerichtlich festgestellt oder vom Fotograf anerkannt wurden. 



IV. Rechnungspreis:

1.    Der Rechnungsbetrag ist nicht verhandelbar und pauschal mit Fahrtkosten angegeben. Fahrtkosten werden ab einer Anfahrtslänge von 5 Kilometern mit 0,38€ netto pro Kilometer für Hin- und Rückfahrt verrechnet.


V.  Zahlungsbedingungen:

1.    Sofern nicht anders besprochen und schriftlich dokumentiert, ist eine Anzahlung von 40% des Gesamtpreises innerhalb von 14 Kalendertagen nach Rechnungsdatum zu leisten, um den vereinbarten Termin zu bestätigen. Der Restbetrag wird nach dem – bei mehreren Terminen, letzten - vereinbarten Termin fällig und ist innerhalb von 14 Kalendertagen zu leisten, sofern nicht andere Bedingungen besprochen und schriftlich dokumentiert wurden.

2.    Gerechtfertigte Reklamationen berechtigen nicht zur Zurückhaltung des gesamten, sondern lediglich eines angemessenen Teiles des Rechnungsbetrages.

3.    Bei Terminverschiebungen fallen keine zusätzlichen Kosten an, sofern der Auftraggeber den Auftragenehmer mindestens 12 Stunden vor dem vereinbarten Termin über die Verschiebung informiert und einen neuen Termin beantragt. Falls dies nicht rechtzeitig von Seiten des Auftraggebers geschieht, darf der Auftragnehmer eine Bearbeitungsgebühr von 50€ netto (d.h. ohne Umsatzsteuer) dem Auftraggeber in Rechnung stellen. Letzteres gilt auch im Falle eines Nichterscheinens des Auftraggebers am vereinbarten Ort, zur vereinbarten Zeit und am vereinbarten Termin.



VI. Widerrufsrecht:

1.    Es besteht ein Widerrufsrecht. Bei der Stornierung des Auftrages können Kosten anfallen; bis zu 8 Tagen vor dem vereinbarten Termin wird der Anzahlungsbetrag ohne Abzüge dem Auftraggeber zurückerstattet. Bei Stornierungen, bei denen dieser Zeitraum bereits überschritten wurde, fallen Kosten in Höhe von 50% des Anzahlungsbetrages an.



VI. Zahlungsverzug:

1.    Wird eine wesentliche Verschlechterung in den Vermögensverhältnissen des Auftraggebers bekanntoder ist er in Zahlungsverzug, so steht dem Auftragnehmer das Recht zu, die Weiterarbeit an denlaufenden Aufträgen von anteiligen Zahlungen abhängig zu machen. Weiters hat der Auftragnehmer dasRecht, die noch nicht ausgelieferte Ware vor Zahlungseingangzurückzuhalten sowie bei Nichtzahlungder anteiligen Zahlungen die Weiterarbeit an noch laufenden Aufträgen einzustellen. Diese Rechtestehen dem Auftragnehmer auch zu, wenn der Auftraggeber trotz einer verzugsbegründenden Mahnungkeine Zahlung leistet.

2.    Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in Höhe von 2,5 %-Punkten über dem EURIBOR (EuroInterbank Offered Rate) zu zahlen. Die Geltendmachung weiteren Verzugsschadens wird hierdurch nichtausgeschlossen.


VII. Lieferzeit:

1.    Vereinbarte Lieferzeiten sind grundsätzlich nur Zirkatermine, sofern sie nicht ausdrücklich als Fixtermineschriftlich zugesagt wurden

2.    Bei vereinbartem Fixtermin sind bei Auftragserteilung die Mitwirkungspflichten (z. B. Zeitgemäßes Erscheinen vereinbarten Termin, Auswahl der Bilddateien durch den Auftraggeber, mangelfreie Übermittlung der personalisierten Texte und Dateien, usw) und deren Termine festzulegen. Kommt der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten nicht nach bzw. hält er die vereinbarten Termine nicht ein, so haftet der Auftragnehmer nicht für die Einhaltung des vereinbarten Liefertermins. Dies gilt auch im Falle nachträglicher Auftragsänderungen durch den Auftraggeber. Darüber hinaus hat der Auftragnehmer einen Anspruch auf Ersatz der ihm daraus entstehenden Kosten.


VIII. Lieferung:

1.    

Lieferungen erfolgen an die, vom Auftraggeber bestimmte Email- oder Lieferadresse auf Kosten des Auftraggebers. Transportversicherungen werden nur auf ausdrücklichen Wunsch und auf Kosten des Auftraggebers vorgenommen und sind im Angebotspreis enthalten. Die Gefahr geht auf den Auftraggeber über, sobald die Sendung an die den Transport durchführende Person übergeben worden ist oder zwecks Versendung das Lager des Auftragnehmers verlassen hat.

2.    Wird der Versand auf Wunsch des Auftraggebers verzögert, geht die Gefahr mit der Meldung der Versandbereitschaft auf ihn über.



IX. Satz- und Druckfehler, Korrekturen:

1.    Satzfehler, deren Verschulden beim Auftragnehmer liegen werden bis zur Druckfreigabe kostenfrei berichtigt.

2.    Abänderungen werden dem Auftraggeber verrechnet (z. B. Textkorrektur, Farbkorrektur, usw.). Telefonisch oder via E-Mail angeordnete Änderungen erhalten nach schriftlicher Rückbestätigung durchden Auftragnehmer Gültigkeit.

3.    

Für die Rechtschreibung in deutscher Sprache ist die jeweils letzte Ausgabe des Duden maßgebendsofern nicht anderes ausdrücklich vom Auftraggeber bei Auftragserteilung gewünscht wird.



X. Annahmeverzug:

1.    

Der Auftraggeber ist verpflichtet, die vertragsmäßig übersandte oder zur Abholung bereit gestellte Wareunverzüglich anzunehmen; kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so gilt die Lieferung alsübernommen und damit geht die Gefahr des zufälligen Untergangs auf den Auftraggeber über.

2.    Der Auftragnehmer ist berechtigt, bei vorliegendem Annahmeverzug oder auch bei Eintritt einerdurch höhere Gewalt verursachten Lieferungsunmöglichkeit die Waren auf Kosten und Gefahr desAuftraggebers selbst zu lagern oder bei einem Spediteur einzulagern.



Xi. Leistung und Gewährleistung: 

1.     Der Fotograf wird den erteilten Auftrag sorgfältig ausführen. Er kann den Auftrag auch - zur Gänze oder zum Teil - durch Dritte ausführen lassen. Sofern der Vertrags- partner keine schriftlichen Anordnungen trifft, ist der Fotograf hinsichtlich der Art der Durchführung des Auftrages frei. Dies gilt insbesonders für die Bildgestaltung, die Bildübermittlung, die Auswahl der Fotomodelle, des Aufnahmeortes und der angewendeten fotografischen Mittel. Abweichungen von früheren Lieferungen stellen als solche keinen Mangel dar. 


2.     Für Mängel, die auf unrichtige oder ungenaue Anweisungen des Vertragspartners zurückzuführen sind, wird nicht gehaftet (§ 1168a ABGB). Jedenfalls haftet der Fotograf nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. 


3.     Der Vertragspartner trägt das Risiko für alle Umstände, die nicht in der Person des Fotografen liegen, wie Wetterlage bei Außenaufnahmen, rechtzeitige Bereitstellung von Produkten und Requisiten, Ausfall von Modellen, Reisebehinderungen etc.


4.     Sendungen reisen auf Kosten und Gefahr des Vertragspartners. 


5.     Für unerhebliche Mängel wird nicht gehaftet. Farbdifferenzen bei Nachbestellung gelten nicht als erheblicher Mangel. Punkt XII.1. gilt entsprechend. 


6.     Für feste Auftragstermine wird nur bei ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung gehaftet. Im Fall allfälliger Lieferverzögerungen gilt XII.1. entsprechend. 


7.    Allfällige Nutzungsbewilligungen des Fotografen umfassen nicht die öffentliche Aufführung von Tonwerken in jedweden Medien.


8.    Bei etwaigen Konzeptbooks, Guidebooks oder Workbooks die der Fotograf zur Verfügung stellt, besteht keine Garantie auf Veränderung durch die Inhalte. Diese Dateien dienen zur inspiration und im geringsten Fall zur Weiterbildung. Für Mängel hierbei haftet der Fotograf jedenfalls nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.



Xii. Verlust und Beschädigung: 

1.     Im Fall des Verlusts oder der Beschädigung von über Auftrag hergestellten Aufnahmen (Diapositive, Negativmaterial, digitale Bilddateien) haftet der Fotograf - aus welchem Rechtstitel immer - nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Die Haftung ist auf eigenes Verschulden und dasjenige seiner Bediensteten beschränkt; für Dritte (Labors, Druckereien etc.) haftet der Fotograf nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit bei der Auswahl. Jede Haftung ist auf die Materialkosten und die kostenlose Wiederholung der Aufnahmen (sofern und soweit dies möglich ist) beschränkt. Weitere Ansprüche stehen dem Auftraggeber nicht zu; der Fotograf haftet insbesondere nicht für allfällige Reise- und Aufenthaltsspesen sowie für Drittkosten (Modelle, Assistenten, Visagisten und sonstiges Aufnahmepersonal) oder für entgangenen Gewinn, Folge- und immaterielle Schäden. Schadenersatzansprüche in Fällen leichter Fahrlässigkeit sind ausgeschlossen. 


2.    Punkt XII.1. gilt entsprechend für den Fall des Verlusts oder der Beschädigung übergebener Vorlagen (Filme, Layouts, Display-Stücke, sonstige Vorlagen etc.) und übergebener Produkte und Requisiten. Wertvollere Gegenstände sind vom Vertrags- partner zu versichern. 

XIII. Eigentum am Filmmaterial – Archivierung: 

1.     Digitale Fotografie

Das Eigentum an den Bilddateien steht dem Fotografen zu. Ein Recht auf Übergabe digitaler Bilddateien besteht nur nach ausdrücklich schriftlicher Vereinbarung und betrifft – sollte keine abweichende Vereinbarung bestehen – nur eine Auswahl und nicht sämtliche, vom Fotografen hergestellte Bilddateien.


2.     Jedenfalls gilt die Nutzungsbewilligung nur im Umfang des Punktes II.1. als erteilt. 


3.     Eine Vervielfältigung oder Verbreitung von Lichtbildern in Onlinedatenbanken, in elektronischen Archiven, im Internet oder in Intranets, welche nicht nur für den internen Gebrauch des Auftraggebers bestimmt sind, auf Diskette, CD-Rom, oder ähnlichen Datenträgern ist nur auf Grund einer besonderen Vereinbarung zwischen dem Fotografen und dem Auftraggeber gestattet. Das Recht auf eine Sicherheitskopie bleibt hiervon unberührt. 


4.     Der Fotograf wird die Aufnahmen ohne Rechtspflicht für die Dauer von 18 Monaten archivieren. Über etwaige Verlängerung der Archivierung aus bestimmten Gründen, werden die Austraggeber zur Kenntnis gesetzt. Im Fall des Verlusts oder der Beschädigung stehen dem Vertragspartner keinerlei Ansprüche zu. 



XIX. Kennzeichnung: 

1.     Der Fotograf ist berechtigt, die Lichtbilder sowie die digitalen Bilddateien in jeder ihm geeignet erscheinenden Weise (auch auf der Vorderseite) mit seiner Herstel- lerbezeichnung zu versehen. Der Vertragspartner ist verpflichtet, für die Integrität der Herstellerbezeichnung zu sorgen und zwar insbesondere bei erlaubter Weitergabe an Dritte (Drucker etc.). Erforderlichenfalls ist die Herstellerbezeichnung anzubringen bzw. zu erneuern. Dies gilt insbesonders auch für alle bei der Herstellung erstellten Vervielfältigungsmittel bzw. bei der Anfertigung von Kopien digitaler Bilddateien. 


2.    Der Vertragspartner ist verpflichtet, digitale Lichtbilder so zu speichern, dass die Herstellerbezeichnung mit den Bildern elektronisch verknüpft bleibt, sodass sie bei jeder Art von Datenübertragung erhalten bleibt und der Fotograf als Urheber der Bil- der klar und eindeutig identifizierbar ist. 



XXI. Nebenpflichten: 

1.     Für die Einholung allenfalls erforderlicher Werknutzungsbewilligungen Dritter und die Zustimmung zur Abbildung von Personen hat der Vertragspartner zu sorgen. Er hält den Fotografen diesbezüglich schad- und klaglos, insbesondere hinsichtlich von Ansprüchen aus dem Recht auf das eigene Bild gem. § 78 UrhG sowie hinsichtlich von Verwendungsansprüchen gem. § 1041 ABGB. Der Fotograf garantiert die Zustimmung von Berechtigten nur im Fall ausdrücklicher schriftlicher Zusage für die vertraglichen Verwendungszwecke (Punkt II.1.). 


2.     Sollte der Fotograf vom Vertragspartner mit der elektronischen Bearbeitung fremder Lichtbilder beauftragt werden, so versichert der Auftraggeber, dass er hiezu berechtigt ist und stellt den Fotografen von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf eine Verletzung dieser Pflicht beruhen.


3.     Der Vertragspartner verpflichtet sich, etwaige Aufnahmeobjekte unverzüglich nach der Aufnahme wieder abzuholen. Werden diese Objekte nach Aufforderung nicht spätestens nach zwei Werktagen abgeholt, ist der Fotograf berechtigt, Lager- kosten zu berechnen oder die Gegenstände auf Kosten des Auftraggebers einzula- gern. Transport- und Lagerkosten gehen hierbei zu Lasten des Auftraggebers. 



XXII. Vorzeitige Auflösung: 

1.     Der Fotograf ist berechtigt, den Vertrag mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gründen aufzulösen. Von einem wichtigen Grund ist insbesondere dann auszugehen, wenn über das Vermögen des Vertragspartners ein Konkurs oder Ausgleichsverfah- ren eröffnet oder ein Antrag auf Eröffnung eines solchen Verfahrens mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen wird oder wenn der Kunde seine Zahlungen einstellt, bzw. berechtigte Bedenken hinsichtlich der Bonität des Vertragspartners bestehen und dieser nach Aufforderung des Fotografen weder Vorauszahlungen noch eine taugliche Sicherheit leistet, bzw. wenn die Ausführung der Leistung aus Gründen, welche vom Vertragspartner zu vertreten sind, unmöglich oder trotz Setzung einer 14 tägigen Nachfrist weiters verzögert wird, bzw. der Vertragspartner trotz schriftlicher Abmahnung mit einer Nachfristsetzung von 14 Tagen fortgesetzt gegen wesentliche Verpflichtungen aus dem Vertrag, wie etwa der Zahlung eines fällig gestellten Teilbetrages oder Mitwirkungspflichten, verstößt. 



XIII. Lizenzhonorar: 

1.     Sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart ist, steht dem Fotografen im Fall der Erteilung einer Nutzungsbewilligung ein Werknutzungsentgelt in vereinbarter oder angemessener Höhe gesondert zu. 



XIV. Zahlung: 

1.     Bei Aufträgen, die mehrere Einheiten umfassen, ist der Fotograf berechtigt, nach Lieferung jeder Einzelleistung Rechnung zu legen.


2.     Soweit gelieferte Bilder ins Eigentum des Vertragspartners übergehen, geschieht dies erst mit vollständiger Bezahlung des Aufnahmehonorars samt Nebenkosten. In der Geltendmachung des Eigentumsvorbehalts liegt kein Rücktritt vom Vertrag, außer dieser wird ausdrücklich erklärt, vor. 



XV. Datenschutz: 

Der Vertragspartner erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass der Fotograf die von ihm bekanntgegebenen Daten (Name, Adresse, E-Mail, Kredit- kartendaten, Daten für Kontoüberweisungen, Telefonnummer) für Zwecke der Vertragserfüllung und Betreuung sowie für eigene Werbezwecke automationsunterstützt ermittelt, speichert und verarbeitet. Weiters ist der Vertragspartner einverstanden, dass ihm elektronische Post zu Werbezwecken bis auf Widerruf zugesendet wird. 

Der Vertragspartner nimmt folgende Datenschutzmitteilung, soferne diesem nicht eine weiterführende Mitteilung zugegangen ist, zur Kenntnis und bestätigt, dass der Fotograf damit die ihn treffenden Informationspflichten erfüllt hat: 

Der Fotograf als Verantwortlicher verarbeitet de personenbezogenen Daten des Ver- tragspartners wie folgt: 

Zweck der Datenverarbeitung:

  1. Der Fotograf verarbeitet die unter Punkt 2. genannten personenbezogenen Daten zur Ausführung des geschlossenen Vertrages und / oder der vom Vertragspartner angeforderten Bestellungen bzw. zur Verwendung der Bildnisse zu Werbezwecken des Fotografen, darüber hinaus die weiters bekanntgegebenen personenbezogenen Daten für die eigenen Werbezwecke des Fotografen. 
  2. Verarbeitete Datenkategorien und Rechtsgrundlagen der Verarbeitung:
  3. Der Fotograf verarbeitet die personenbezogenen Daten, nämlich Name, Anschrift, Telefon- und Telefaxnummer, E-Mail-Adressen, Bankverbindung und Bilddaten, um die unter Punkt 1. genannten Zwecke zu erreichen. 
  4. Übermittlung der personenbezogenen Daten des Vertragspartners:
  5. Zu den oben genannten Zwecken werden die personenbezogenen Daten des Vertragspartners, wenn dies Inhalt des Vertrages ist, auf Anfrage des Vertrags- partners namentlich zu nennende Empfänger übermittelt, nämlich insbesondere an dem geschlossenen Vertrag nahestehende Dritte, sofern dies Vertragsinhalt ist, Medien, sollte diesbezüglich eine Vereinbarung mit dem Vertragspartner bestehen und gegebenenfalls in die Vertragsabwicklung involvierte Dritte. 
  6. Speicherdauer:
  7. Die personenbezogenen Daten des Vertragspartners werden vom Fotografen nur solange aufbewahrt, wie dies von vernünftiger Weise als notwendig erachtet wird, um die unter Punkt 1. genannten Zwecke zu erreichen und wie dies nach anwendbarem Recht zulässig ist. Die personenbezogenen Daten des Vertragspartners werden solange gesetzlich Aufbewahrungspflichten bestehen oder Verjährungsfristen potentieller Rechtsansprüche noch nicht abgelaufen sind, gespeichert. 
  8. Die Rechte des Vertragspartners im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten: 

Nach geltendem Recht ist der Vertragspartner unter anderem berechtigt 

·       zu überprüfen, ob und welche personenbezogenen Daten der Fotograf gespeichert hat um Kopien dieser Daten – ausgenommen die Lichtbilder selbst – zu erhalten 


·       die Berichtigung, Ergänzung oder das Löschen seiner personenbezogenen Daten, die falsch sind oder nicht rechtskonform verarbeitet werden, zu verlangen 


·       vom Fotografen zu verlangen, die Verarbeitung der personenbezogenen Daten – sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen – einzuschränken 


·       unter bestimmten Umständen der Verarbeitung seiner personenbezogenen 


·       Daten zu widersprechen oder die für das Verarbeiten zuvor gegebene Einwilligung zu widerrufen 


·       Datenübertragbarkeit zu verlangen 


·       die Identität von Dritten, an welche die personenbezogenen Daten übermittelt werden, zu kennen und 


·       bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen bei der zuständigen Behörde Beschwerde zu erheben 


6. Kontaktdaten des Verantwortlichen:

Sollte der Vertragspartner zur Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten Fragen und Anliegen haben, kann sich dieser an den ihm namentlich und an- schriftlich bekannten Fotografen wenden.

Liliana Sonja Alexandra Possnig; Herzog-Heinrich-Str. 6, 9073 Klagenfurt-Viktring AT; 

possnigphotography@gmail.com

; wwww.possnigphotography.com; +43 0650/9946130



XVI. Verwendung von Bildnissen zu Werbezwecken des Fotografen: 

1.     Der Fotograf ist – sofern keine ausdrückliche gegenteilige schriftliche Vereinbarung besteht – berechtigt von ihm hergestellte Lichtbilder zur Bewerbung seiner Tätigkeit zu verwenden. Der Vertragspartner erteilt zur Veröffentlichung zu Werbezwecken des Fotografen seine ausdrückliche und unwiderrufliche Zustimmung und verzichtet auf die Geltendmachung jedweder Ansprüche, insbesondere aus dem Recht auf das eigene Bild gem. § 78 UrhG sowie auf Verwendungsansprüche gem. § 1041 ABGB. 


2.     Der Vertragspartner erteilt auch unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzbestimmungen seine Einwilligung, dass seine personenbezogenen Daten und insbesondere die hergestellten Lichtbilder im Sinne einer Veröffentlichung zu Werbezwecken des Fotografen verarbeitet werden. 


 

XVII. Schlussbestimmungen: 

1.     Für alle gegen einen Vertragspartner des Fotografen, der im Inland seinen Wohnsitz, gewöhnlichen Aufenthalt oder Ort der Beschäftigung hat, erhobenen Klagen ist eines jener Gerichte zuständig, in dessen Sprengel der Verbraucher seinen Wohnsitz, gewöhnlichen Aufenthalt oder Ort der Beschäftigung hat. Für Verbraucher, die im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keinen Wohnsitz in Österreich haben, gel- ten die gesetzlichen Gerichtsstände. 


2.     Allfällige Regressforderung, die Vertragspartner oder Dritte aus dem Titel der Produkthaftung im Sinne des PHG gegen den Fotografen richten, sind ausgeschlossen, es sei denn, der Regressberechtigte weist nach, dass der Fehler in der Sphäre des Fotografen verursacht und zumindest grob fahrlässig verschuldet wurde. Im Übrigen ist österreichisches materielles Recht anzuwenden. Die Anwendbarkeit des UN-Kaufrechts wird ausgeschlossen. Die Vertragssprache ist Deutsch. Liegen die Voraussetzungen des Artikels 5 Abs.2 des Europäischen Schuldvertragsübereinkommens (EVÜ), nicht aber ein Fall des Artikels 5 Abs.4 in Verbindung in Abs.5 EVÜ vor, so führt die Rechtswahl nicht dazu, dass dem Vertragspartner der durch die zwingenden Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, gewährte Schutz entzogen wird. 


3.     Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für von Fotografen auftrags- gemäß hergestellte Filmwerke oder Laufbilder sinngemäß, und zwar unabhängig von dem angewendeten Verfahren und der angewendeten Technik (Film, Video, Dateien, Sofortbild, etc.). 


Stand: Juni 2023